Recht
Worauf muss ich bei einer Fassadensanierung achten?
Festpreis statt Schätzung, Hersteller-System statt Mischlösung, eigenes Team statt Sub-Sub-Kette. Sechs Punkte, die den Unterschied machen.

1. Festpreis im schriftlichen Angebot
Ein „etwa“ oder „voraussichtlich“ im Angebot ist eine offene Tür für Nachforderungen. Lassen Sie sich einen schriftlichen Festpreis geben, der alle Material-, Lohn- und Anfahrtskosten enthält — und der explizit als „Festpreis ohne Sternchen“ gekennzeichnet ist.
2. Hersteller-System statt Mischlösung
Mineralputz von Anbieter A auf WDVS von Anbieter B mit Mörtel von Anbieter C — keine Garantie, kein Hersteller-Support, keine Haftung. Bestehen Sie auf einem geschlossenen Hersteller-System (Sto, Caparol, Brillux) — dann gilt die Hersteller-Garantie, plus die Verarbeitungsgewährleistung des Handwerkers.
3. Eigenes Team statt Subunternehmer
Drei-Sub-Ketten sind in der Branche leider üblich: Generalunternehmer A vergibt an Sub B, B an C, C an Tagelöhner. Bei Reklamationen schiebt jeder die Schuld weiter. Bei Fassaden Rapp arbeitet das eigene Team — alle Mitarbeiter sind angestellt und in der Handwerksrolle der HwK Frankfurt (Oder) registriert.
4. Persönlicher Inhaber-Kontakt
Wenn der erste Kontakt ein Vertriebler im Klickwahn ist, der nach 30 Sekunden „Ja, alles kein Problem“ sagt, ist Vorsicht angebracht. Bei seriösen Handwerksbetrieben kommt der Inhaber persönlich vor Ort — und sagt auch ehrlich, wenn ein Auftrag nicht passt.
5. Foto-Dokumentation und Endabnahme
Vor Beginn, während der kritischen Bauphasen und am Ende: Foto-Dokumentation. Bei der Endabnahme bekommen Sie eine Übergabe-Mappe mit allen Bildern, Garantieurkunden und Pflegehinweisen. So haben Sie auch in 10 Jahren noch alle Belege.
6. Externe Prüfung
Mitgliedschaften wie „Fairness im Handel“ oder Zertifizierungen der Innungen sind keine Marketing-Gimmicks — sie bedeuten externe Prüfung von Vertragsgestaltung, Preistransparenz und Reklamationsverhalten. Schauen Sie nach, was hinter dem Siegel steht.
